Grabosch, Friedrich und Schneider gewinnen EM-Bronze im Teamsprint
Heusden-Zolder. Erfolgreicher Einstand in die Bahn-Europameisterschaften in Belgien: Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Clara Schneider haben am ersten Tag der Titelkämpfe Platz drei im Teamsprint belegt. „Das war eine junge Zusammenstellung. Wir sind praktisch aus dem Training heraus zur EM gekommen. Es war eine gute Standortbestimmung. Ich glaube, wir haben dem Wettkampf ganz gut gerockt“, sagte Pauline Grabosch nach dem Debüt dieser Formation, in der die junge Clara Schneider die weiter pausierende Emma Hinze glänzend vertrat. Grabosch, Hinze und Friedrich hatten 2022, 2023 und 2024 jeweils den EM-Titel gewonnen und sich auch viermal zu Weltmeisterinnen gekrönt.
In Zolder startete das neu formierte Trio in 47,108 Sekunden mit der zweitschnellsten Zeit hinter den Niederlanden in das Turnier. Im Duell gegen die Ukraine steigerte sich das Trio auf 47,060 Sekunden und zog in das kleine Finale ein. Hier gelang der Formation mit Pauline Grabosch als Anfahrerin, Lea Sophie Friedrich auf Position zwei und Clara Schneider als Schlussfahrerin in 47,333 Sekunden ein klarer Erfolg gegen Polen. „Die Position zwei war für mich neu, wir mussten uns in dieser Formation erst finden. Das dauert. Die Zeit ist zweitrangig, wir sind zum ersten Mal so gefahren. Und können stolz auf uns sein“, sagte Friedrich.
Vor allem Clara Schneider freute sich sehr über ihre erste internationale Medaille in der Elite-Klasse. Bei der WM 2024 in Kopenhagen hatte die 20-Jährige diese noch als Vierte im Teamsprint knapp verpasst. „Es ist sehr ungewohnt für mich, mit den ,Großen‘ auf dem Podest zu stehen. Aber es hat super Spaß gemacht. An der dritten Position ist man deutlich schneller, daran muss ich mich gewöhnen. Aber darauf können wir aufbauen“, meinte die 20-Jährige nach EM-Bronze zum Auftakt. Gold ging an die Niederlande (46,322) vor Großbritannien.
Im Teamsprint der Männer belegten Nik Schröter und Maximilian Dörnbach aus dem Track Team Brandenburg zusammen mit Luca Spiegel (Bahnteam Rheinland-Pfalz) den fünften Platz im Teamsprint. Europameister wurde überraschend Frankreich.