TTB-Sprinter feiern Erfolg in Nationaltrikot beim Weltcup in Perth
Für die größte Überraschung sorgten dabei die Teamsprint-Männer mit Nik Schröter und Maximilian Dörnbach (beide Track Team Brandenburg) und Luca Spiegel (Bahnteam Rheinland-Pfalz), die sich in Perth den Sieg holten. Schon in der Qualifikation war das Trio vor Tschechien (43,488) am schnellsten. In der Zwischenrunde drehten die Tschechen zwar den Spieß um, aber als Zweitschnellste kamen die Deutschen in Finale. Dort setzte sich das deutsche Nationalteam gegen Tschechien durch. „Alle drei sind stark gefahren und haben sich auch von einem Fehlstart in der ersten Runde und der damit verbundenen nur kurzen Erholungszeit nicht aus der Ruhe bringen lassen“, sagte Bundestrainer Jan van Eijden. Für das Trio war es der erste Weltcupsieg im Teamsprint, für German Cycling das Ende einer langen Durststrecke in der ehemaligen Paradedisziplin.
Im Teamsprint der Frauen verpasste die Frauen-Mannschaft mit Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Clara Schneider (alle Track Team Brandenburg) dagegen den Sieg. In der Qualifikation fuhren die Europameisterinnen in 46,762 Sekunden Bestzeit, allerdings lagen die Chinesinnen (46,843) nur acht Hunderstelsekunden hinter ihnen und holten sich im Finale dann den Sieg. „Clara, Lea und Pauline haben jeweils gute Zeiten gefahren, aber wir müssen uns eingestehen, dass die Chinesinnen nach einer Runde schon eine halbe Sekunde Vorsprung hatten. Das wird dann eng auf dem Niveau, das wieder aufzuholen. Deshalb müssen wir mit Platz zwei zufrieden sein“, bilanzierte Bundestrainer Jan van Eijden.
Eine weitere Weltcup-Medaille sicherte sich Lea Sophie Friedrich im Sprint-Turnier als Dritte. Im kleinen Finale besiegte die achtmalige Weltmeisterin die Japanerin Mina Sato. Friedrich schied zuvor im Halbfinale gegen Liying Yuan (China) aus. Im ersten Lauf hatte sie zwar als Erste den Zielstrich überquert, wurde aber wegen Verlassens der Fahrlinie distanziert. „Das war meiner Meinung nach zu Unrecht. Lea ist zwar über die rote Linie gefahren, der Sprintlauf wurde dadurch aber nicht beeinflusst“, erklärte Bundestrainer Jan van Eijden. Den zweiten Lauf gewann dann die Chinesin. Das Kleine Finale gegen die Quali-Schnellste entschied Friedrich in zwei Läufen für sich. „Den dritten Platz hat sie sich verdient“, so der Coach. Pauline Grabosch wurde Fünfte. Im Keirin belegte Friedrich den siebten Platz, Clara Schneider fuhr auf Platz 13.
Maximilian Dörnbach präsentierte sich auch im Keirin stark, belegte dort nach einem taktisch guten Rennen den vierten Platz. „Das war definitiv ein Lichtblick. Die anderen Drei waren einfach stärker, aber Max ist taktisch sehr gut gefahren und hat gezeigt, dass er das sehr gut kann. Er ist zwar ,nur‘ Vierter geworden – aber es war ein starker vierter Platz“, freute sich van Eijden. Im Sprint-Turnier fuhr der Cottbuser auf Platz elf.
